Mariagrazia Abbaldo Paolo Albertelli - Alone Together

Flimmert II
Flimmert II
Die bechter kastowsky galerie zeigt Arbeiten des Turiner Künstlerpaars Abbaldo und Albertelli - bekannt geworden sind sie hierzulande durch die Fischskulptur in Montreaux in der Schweiz.

Medien

Montreaux
Montreaux
Alberino 001
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Nuto studiocec 001
Nuto studiocec 001

Beschreibung

Zum ersten Mal werden die Werke von Mariagrazia Abbaldo und Paolo Albertelli (Studio C&C) in Schaan in der bechter kastowsky galerie gezeigt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Text von Günther Oberhollenzer, dem künstlerischen Leiter des Künstlerhaus Wien. Der nachfolgende Pressetext besteht aus Sequenzen des Originaltextes mit dem Titel „Den Ort hören“.

„Es gibt Werke, die einen Ort verändern. Und es gibt Werke, die ihn zum Sprechen bringen. Die Arbeiten von Studio C&C gehören zu jener zweiten, seltenen Kategorie. Sie treten nicht in die Landschaft ein, um sie zu markieren oder zu beherrschen. Vielmehr entstehen sie aus einem aufmerksamen Dialog mit dem Vorgefundenen. (…) Ihre Kunst beginnt dort, wo Gestaltung in Wahrnehmung übergeht. (…) Die Künstler definieren Räume nicht durch Masse, sondern durch Zwischenräume; nicht durch Fülle, sondern durch Offenheit. Das Unsichtbare erhält dieselbe Bedeutung wie das Sichtbare. Licht wird Material. Schatten wird Form. Stille wird Teil der Komposition. (…)

Die Arbeiten erzählen nie ausschliesslich von sich selbst. Sie erzählen vom Wind, der durch eine Konstruktion streicht. Vom Wechsel der Jahreszeiten. Von der langsamen Veränderung einer Oberfläche. Vom Schritt der Betrachtenden, der den Raum erst aktiviert. Der Ort wird nicht zur Bühne der Kunst; er wird ihr Mitautor. Darin liegt eine bemerkenswerte Form von Bescheidenheit. Studio C&C versteht Gestaltung nicht als Akt der Kontrolle, sondern als Übung des Zuhörens. Die künstlerische Geste tritt hinter das zurück, was sie sichtbar machen möchte. Es entsteht eine Ästhetik der Aufmerksamkeit – eine Praxis, die weniger auf Produktion als auf Resonanz zielt. (…)

„Wir sind seit jeher der Ansicht, dass es keinen Unterschied zwischen einem Architekten und einem Künstler gibt“, sagen Albertelli und Abbaldo. Für sie eröffnet der architektonische Massstab die Möglichkeit, Skulptur als begehbaren und erfahrbaren Raum zu denken. Eine Skulptur wird zur Architektur, wenn sie den Ort, in den sie eingebettet ist, verändert und ihm neue Eigenschaften verleiht. Sie ist nicht bloss ein Objekt im Raum, sondern wirkt an dessen Gestaltung mit. So verschränken sich Architektur und Skulptur zu einer räumlichen Erfahrung, die den Alltag der Menschen auf subtile Weise prägt. (…) Paolo Albertelli und Mariagrazia Abbaldo verstehen ihre Arbeiten als Einladung zur Begegnung. Sie geben keine fertigen Antworten, sondern öffnen Räume für Neugier, Empfindung und Vorstellungskraft. Wenn ihre Werke eine „schöne Emotion“ hinterlassen und den Wunsch wecken, die Welt mit veränderten Augen zu betrachten, haben sie ihr Ziel erreicht. (…)

So sind (in Schaan) Werke zu sehen, die sich dem schnellen Konsum entziehen. Sie verlangen Zeit – und schenken sie zugleich zurück. Wer ihnen begegnet, verlässt sie nicht mit einer eindeutigen Botschaft, sondern eine neue Perspektive. Vielleicht ist genau das die nachhaltigste Form künstlerischer Erfahrung: Wenn nicht das Werk allein bleibt in Erinnerung, sondern die Welt danach ein wenig anders erscheint.“

  • Durchführungszeit/en
  • Keine Durchführung

Preisinfos

Öffnungszeiten

and by appointment over the phone: +423 7980336

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Adresse

bechter kastowsky galerie
Poststrasse 48
9494 Schaan
Liechtenstein

Kontakt

Eva-Maria Bechter

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