Station 2 Geologiepfad Malbun: Eine Naturgefahr lauert im Schlucher
Beschreibung
Im Schlucher sitzt eine gefährliche Geröllmasse. Sie besteht aus dem ansässigen Gipsgestein und dem Geröll, das vom Gamsgrat herabstürzt. Bei heftigem Regen nimmt der Gips das Wasser auf wie ein Schwamm und wird beweglich. In früheren Jahren kroch die ganze Geröllmasse mit Geschwindigkeiten von über einen Meter pro Jahr und es bestand die Gefahr, dass sie als plötzliche Steinlawine die umliegenden Häuser zerstören könnte. Heute schützen Wasserableitungen und Sicherheitsdämme das Kirchlein und alle Häuser in dieser Gegend.
Info:
Naturgefahren in Liechtenstein
Die meisten Naturgefahren in Liechtenstein sind die Folge natürlicher Prozesse. An den Gebirgshängen zeigt sich die Abtragung der Berge in Form von Rüfen, Schlammströmen, Felsstürzen und Wildbächen. Im Winter können Lawinen hinzukommen. Im Tal besteht die Gefahr von Überschwemmungen durch den Rhein. Diese Vorgänge gab es lange bevor Menschen hier waren und es wird sie auch nachher noch geben. Zur Gefahr werden sie erst, wenn der Mensch und seine Siedlungen und Verkehrswege sich zu dicht an sie heranwagen. Nebst diesen von äusseren Kräften verursachten „exogenen“ Naturgefahren, gibt es hier auch eine unsichtbare und nur selten spürbare Gefahr aus dem Erdinneren. Erdbeben sind eine „endogene“ Naturgefahr. Deren Gefährlichkeit ist auch bei uns nicht zu unterschätzen. Sie treten selten und ohne Vorwarnung auf und können auch in Liechtenstein Schäden verursachen. Bei jedem Erdbeben, sei es stark oder schwach, bewegen sich die Gebirgsdecken ein klein wenig und die Alpen wachsen weiter, im Durchschnitt knapp einen Millimeter pro Jahr. Gleichzeitig werden sie durch exogene Prozesse um etwa den gleichen Betrag abgetragen.
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