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Rau, wild, mystisch - Wanderung nach Tuass

Die Wanderung nach Tuass ist ein ganz besonderes Erlebnis; manchmal fühlt es sich an, als würde man in das Bergmassiv hinein schreiten. Schroff und faszinierend zugleich; eine ganz eigene Atmosphäre herrscht im Lawenatal. In Tuass angekommen, empfängt eine idyllische Heuberghüttensiedlung die Wanderer.

Der anstrengende Weg hinauf zu den Heuhütten von Tuass lohnt sich: Die intakte Natur, die steilen Wiesen und die prächtige Aussicht aufs Rheintal lassen eine besondere Romantik aufkommen. Rund 30 Hütten umfasst das Dorf. Speziell ist, dass die meisten Hütten seit Jahrzehnten im Besitz der selben Familie sind und von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Die Wanderung hinauf nach Tuass beginnt bei Neugrüt beim Campingplatz Mittagsspitze in Triesen. Nördlich der grossen Wiese Wilder Bongert (590 m) führt der Weg zuerst entlang dem Fitness-Parcours bergwärts. Nach rund 20 Minuten zweigt der Wanderweg nach rechts ab und führt durch den Wald. Nun windet sich die Wegspur in Kehren gegen das Maiensäss Magrüel (1033 m) hoch und mündet dort in den Fuhrweg. Einige alte Heuhütten erinnern hier an die beschwerliche Heuernte früherer Tage. Schon nach wenigen Schritten haben die Wanderer dann die Wahl zwischen zwei Wegen. Der direktere Weg führt über das Blüemlertobel (Blüemter), vorbei an einigen Heuhütten (1309 m), nach Tuass.

Alternativ besteht aber auch die Möglichkeit dem längeren, steilen Bergweg in vielen Kehren durch den Buchenwald Richtung Kemmi zu folgen. Weiter geht es dann vorbei an Gorn und Platta (1449 m), wo auch wenige alte Heuhütten stehen. Nach Platta geht es einem mehrheitlich flachen Wanderweg weiter bis nach 2.5 bis drei Stunden und mehr als 900 erklommenen Höhenmetern Tuass 1434 Meter über Meer erreicht wird.

Lange Tradition als Kulturlandschaft
Das Lawenatal hat eine lange Tradition als Kulturlandschaft: Anton Frommelt (1895–1975), der ehemalige Pfarrer der Gemeinde Triesen, beschrieb den Weg einst als "guten Fahrweg" zu den wichtigen Bergwiesen. Die Triesner stiegen im Sommer für einige Tage hinauf, um die Heuberge auf Tuass zu erreichen und das wertvolle Wildheu einzubringen. Im Winter holten sie es dann aus den Hütten ins Tal. Übrigens richten sich ein Mal pro Jahr alle Blicke auf die Triesner Heuberge: Am Staatsfeiertag wird hier die weit über die Grenzen hinaus sichtbare Krone entzündet.

     

    Schwierigkeit
    Kondition
    Zeitbedarf : 3 Std.
    Länge : 10 km
    Aufstieg : 900 m
    Abstieg : 900 m

    Gut zu wissen

    Weitere Wanderungen im Lawenatal:

    • Tuass-Lawena-Falknis, 4 h, 2000 Höhenmeter
    • Steg-Sücka-Heubüal-Kolme-Rappenstein-Lawena-Magrüel-Triesen, 7.5 h, 1135 Höhenmeter
    • Tuass-Lawena-Mittagspitz 3 h, 1'500 Höhenmeter

    Wegweisung

    Triesen (Neugrütt) - Magrüel - Blüemetertobel - Tuass - Triesen