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Gespräch | Zur Malerei von Adrian Schiess

Gespräch mit Adrian Schiess, Roman Kurzmeyer und Christiane Meyer-Stoll. In Kooperation mit der Liechtensteinischen Kunstgesellschaft.

Gespräch mit Adrian Schiess, Roman Kurzmeyer und Christiane Meyer-Stoll im Rahmen der Ausstellung «Aus der Sammlung: Adrian Schiess. Fetzen, 1982–89 und 1991–2000»

 

In Kooperation mit der Liechtensteinischen Kunstgesellschaft.

 

 

1980 setzt Adrian Schiess (* 1959 in Zürich) als Beginn seines malerischen Schaffens an, in dem die Befragung nach der Wirklichkeit der Malerei eine durchgängige Rolle spielt.

 

Die Fetzen gehören zum Radikalsten, was der Künstler geschaffen hat. Sie entstanden über einen langen und kontinuierlichen Arbeitsprozess grossteils in Südfrankreich in Mouans-Sartoux, wo Schiess lange Jahre lebte. Im prozesshaften Arbeiten geht es ihm darum, eine zu grosse Bestimmtheit zu unterlaufen und so lässt er den Zufall, etwa über das Zerreissen oder das Licht, als Mitspieler Eingang in sein Werk finden. Zugleich stellt er früh das einzelne Bild in Frage und schafft stetig wachsende Werkkomplexe. Werkkonstituierend ist für diese Arbeit nicht nur die immense Dichte der über 1000 Fetzen, sondern auch der räumliche Charakter ihrer Anordnung, der die Bewegung des Künstlers für den Betrachter – im performativen Sinn – erkenntlich werden lässt.

 

Gemeinsam erwerben das Kunstmuseum St. Gallen und das Kunstmuseum Liechtenstein diese umfangreiche und bedeutende Werkgruppe des Künstlers.

 

Sie wird im Kunstlichtsaal des Kunstmuseum Liechtenstein erstmals gezeigt, eingebettet in eine von Adrian Schiess kuratierte Präsentation malerischer Positionen aus der Sammlung des Kunstmuseums, vor allem aus dem Konvolut Rolf Ricke (Ehemalige Sammlung Rolf Ricke im Kunstmuseum St. Gallen | Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz | MMK, Frankfurt).