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Ein Schlückchen Liechtenstein
Prinzessin Marie über Liechtensteins Weintradition

Bereits zu Beginn der christlichen Zeitrechnung wurde in Liechtenstein Wein angebaut. Bis heute ist die Weintradition in den Gemeinden des Landes quicklebendig.

Seit rund 2000 Jahren wird im Gebiet des heutigen Liechtenstein Wein angebaut. Die Römer waren es, die den systematischen Rebenanbau damals in die Region brachten. Allerdings waren sie gezwungen, auf ihre aus dem Süden stammenden Weine zu verzichten. Stattdessen kultivierten sie die heimischen, wild wachsenden Sorten, welche mit den klimatischen Verhältnissen am besten zurecht kamen. Der weisse Elbling, der zu den Anfängen der Weinbautradition in Liechtenstein die bevorzugte Rebsorte war, ist in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts jedoch aus den heimischen Weinbergen verschwunden. Heute bauen die über 100 Winzer in Liechtenstein rund 20 verschiedene Rebsorten an. Eine sticht dabei heraus: Seit rund 350 Jahren gilt der Blauburgunder, oder Pinot noir, als die für das liechtensteinische Klima am besten geeignete Weinsorte. So gilt er noch heute als der typischste Liechtensteiner Wein.

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Kultiviert werden die Reben vom Eschnerberg im Norden des Landes bis hin zum Hügel Gutenberg im südlichen Zipfel Liechtensteins. Nichtsdestotrotz gilt der Hauptort Vaduz als die Weinbaugemeinde schlechthin. Die nach Süden gerichteten und geschützten Lagen, sowie die optimalen klimatischen Verhältnisse, liessen hier schon im Mittelalter die landesweit grössten Flächen an Rebbergen entstehen. In Vaduz ist auch die Hofkellerei des Fürsten zu Hause. Sie bietet sowohl einen guten Überblick über das Angebot an liechtensteinischen Weinen wie auch Raritäten, die verkostet und erworben werden können.

Prinzessin Marie von Liechtenstein

„Wir bieten verschiedene Weine an, die je nach Rebsorte, Selektion und Ausbaustufe unterschiedliche Charaktere aufweisen. Was sich aber wie ein roter Faden durchzieht, ist der Anspruch, höchste Qualität zu produzieren. Hier machen wir keine Kompromisse und diese Qualitätsstrategie macht sich bezahlt."

Besondere liechtensteinische Weine können neben der Hofkelleri in Vaduz auch im Weingut Castellum in Eschen sowie in Harry Zechs Weinbau Cantina in Schaanwald verkostet werden. Die Weinkultur lebendig halten aber nicht zuletzt auch die vielen Winzer, die im Nebenerwerb oder für den Eigenbedarf kleine Flächen bewirtschaften und ihre eigenen Weine keltern.

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Drei Fragen an Prinzessin Marie

 

Welche Bedeutung hat Wein für Sie?

"Wein ist für mich zuerst mal ein Genussprodukt, welches ich zu verschiedenen Anlässen und Speisen sehr gerne konsumiere. Ich verbinde Wein auch sehr stark mit Geselligkeit, einem guten Essen mit Freunden oder einer Familienfeier. Ein Wein kann zur guten Stimmung – wenn in Maße konsumiert – sehr positiv beitragen und einen Abend perfekt abrunden. Zudem ist Wein ein unglaublich facettenreiches Naturprodukt, das von verschiedenen Umweltfaktoren beeinflusst wird und somit immer für Überraschungen gut ist."

  

Wie hat sich Ihr Blick auf Wein und dessen Produktion verändert, seit sie sich zur Sommelière ausbilden haben lassen?

"Durch meine Ausbildung ist mir die Vielfältigkeit des Weines viel bewusster geworden. Jeder Wein ist ein Produkt von präziser Handarbeit, nicht nur im Weingarten aber auch im Keller."

  

Wie oft sind Sie selbst in den Weinbergen der Hofkellerei unterwegs?

"Leider viel zu selten, aber wenn ich mal Zeit finde, geniesse ich die Schönheit der Landschaft und versuche von Herrn Weinmeyer, unserem Oenologen und Geschäftsführer, viel zu lernen. Er ist seit fast 35 Jahren bei uns im Betrieb und kennt jeden Weinberg und Rebstock."

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