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Ribel

"Rebl, Tatsch und Holdermuas sind aalti Grecht met Hand und Fass...". Ein Gedichtausschnitt aus dem Original Liechtensteiner Kochbuch. Das urigste der Gerichte ist wohl der "Rebl" oder Ribel. Ein aus Türka-(Mais)mehl zubereitetes, nahrhaftes Gericht, das früher ein Grundnahrungsmittel für arme Leute darstellte.

Zutaten:

  • Ca. 600 g Türkenmehl (Maismehl)
  • 1 l Milch-Wasser
  • 1 TL Salz
  • 1-2 EL Butter und Pflanzenfett

     

    Zubereitung:

    In eine tiefe Bratpfanne oder eine Gusspfanne gibt man 1/3 Wasser, 2/3 Milch, eine Prise Salz, etwas Butter oder Pflanzenfett, lässt alles aufkochen und schüttet dann das bereitgestellte Türken(Mais)mehl hinein, rührt alles um und lässt die Mischung zugedeckt ca. ¼ Stunde neben dem Herd ziehen. Nun mit genügend Butter den Ribel in derselben Pfanne ganz fein rösten, bis er schön krümmelig ist. Man kann auch halb Türkenmehl halb Weizengriess verwenden. Ribel isst man zu Milchkaffee, Apfelmus, gekochten Kirschen, Holundermus, Apfelschnitze, alle Arten von Kompott oder saurem Käse.

    Ein geschichtlicher Hinweis: Früher - bis etwa 1970 - war der Ribel vor allem eine Mahlzeit für die armen Leute und bäuerlichen Familien. Gegessen wurde Ribel mindestens einmal zum Frühstück, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kam dieses Gericht bis zu dreimal im Tag auf den Tisch. Heute ist Ribel eine willkommene Abwechslung zu den umfangreichen und internationalen Mahlzeiten. In einzelnen Restaurants im Fürstentum Liechtenstein ist Ribel noch heute auf der Menükarte zu finden. 

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